Angstbewältigung und Erinnerung: Eine funktionale Sicht des by Jan Hendrik Peters

By Jan Hendrik Peters

Menschen unterscheiden sich darin, wie sie bedrohliche Situationen wahrnehmen und diese zu bewältigen versuchen. Das führt auch dazu, dass sich bestimmte Personen (Sensitizer) langfristig besonders intestine, andere Personen (Represser) langfristig besonders schlecht an angstauslösende Situationen beziehungsweise Informationen erinnern. In zwei empirischen Studienreihen untersucht Jan H. Peters zwei Prozesse: Die „sensitive Aufrechterhaltung“ und die „repressive Inhibierung“, die zur Ausbildung dieser Erinnerungsunterschiede beitragen. Als Ausgangspunkt dient ihm dabei eine funktionale Sichtweise des Gedächtnisses, die unter anderem davon ausgeht, dass Vergessen nicht nur eine „Fehlfunktion“ des Gedächtnisses darstellt, sondern für das menschliche Leben und Überleben durchaus sinnvoll ist.

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Auch Birbaumer & Schmidt, 2006). Heute werden in der Neurowissenschaft zwei Arten der Konsolidierung unterschieden: synaptische KDnsolidierung und Systemkonsolidierung (z. B. Dudai, 1996). Synaptische Konsolidierung vollzieht sich innerhalb von Minuten bis Stunden und findet an lokalen Knoten neuronaler Schaltkreise statt (für eine detailliertere Darstellung siehe z. B. Dudai, 2004). Vermutlich spielt der Mechanismus der Langzeitpotenzierung (long-term potentiation, z. B. Lynch, 2004) hierbei eine entscheidende Rolle.

B. Brainerd & Reyna, 2005; Davies & Da1gleish, 2001; Hyman & Loftus, 1998; Landano, Curd & Semin, 2010; Loftus, 1993, 1997, 2004, 2005; Loftus & Davis, 2006; Nourkova, Bernstein & Loftus, 2004; Pezdek & Banks, 1996). Auch bezüglich Zeugenaussagen gibt es Belege dafür, dass sich unter Hypnose zwar die Anzahl der berichteten Details erhöht, aber auch weitaus mehr falsche Aussagen getroffen werden (für einen überblick siehe z. B. Mazzoni & Lynn, 2007). Eine andere Quelle, aus der sich die Annahme speisen könnte, dass es keinen Spurenzerfall von Erinnerungen im Langzeitgedächtuis gibt, ist das einflussreiche Mehrspeichennodell von Atkinson und Shiffrin (1968; Shiffrin & Atkinson, 1969).

Er fand eioen starken negativen Zusammenhang zwischen der Anzahl der zuvor gelernten Listen und dem Anteil der erinnerten Items. Dabei konnte die Anzahl der zuvor gelernten Listen über 80% der Varianz der Erionerungsleistung zwischen den Experimenten aufklären. (Die Erionerungsleistung io den 15 Experimenten variierte zwischen ca. ) Die Schlussfolgerung war, dass Vergessen zum größten Teil auf proaktive Interferenz und nur io geriogem Maße auf retroaktive Interferenz zurückzuführen ist. Wahrend also io den späten 1950er Jahren der vorherrschende Erklärungsansatz der retroaktiven Interferenz durch den der proaktiven Interferenz abgelöst wurde, kamen io den späten 1960er Jahren vermehrt auch Zweifel an der Bedeutung des letzteren Ansatzes auf.

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